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2012


Wie kauft man unsere Bücher?

Hier beschriebene Neuerscheinungen sind eventuell schon ins Sortiment unseres Internet-Buchladens aufgenommen worden und können dann auch dort bestellt werden.

Wer Neuerscheinungen noch vor Einstellung in unseren Internetbuchladen bekommen möchte und wer warum auch immer lieber anders bestellen möchte, der kann uns seinen Wunsch über Telefon, ePost oder Brief mitteilen.

Tel.: 0 33 34 - 82 69 42

Fax: 0 33 34 - 82 69 43

ePost: psverlag@telta.de

Weitere Details nennt unsere Kontaktseite.

Wir arbeiten daran, Ihnen einen blitzschnellen Internet-Buchladen ohne potentiell gefährliche Scriptsprache zu erstellen. Um Sie nicht in Versuchung zu bringen, die Ausführung von aktiven Webseiten-Inhalten in Ihrem Browser zuzulassen, haben wir ja auch den Internetauftritt mit vertrauenswürdigerem und sauberem html-Code realisiert. Unser bisheriges System kommt ohne Javascript leider noch nicht aus. Als Notlösung für konsequente Ablehner aktiver Inhalte bieten wir ein einfaches zentrales Bestellformular an. Dort kann man zwar nicht wie in einem Shopsystem Einzel- und Endpreise, Transportkosten und Lieferfristen erfahren, aber wir erfahren wenigstens von Ihrem Interesse und können Ihnen ein verbindliches Angebot per ePost oder andere gewählte Antwortform zurücksenden.

Nibiru lässt krachen?

Was wird wohl dran sein an der Endzeit-Ankündigung?

Meteoreinschlag auf Yukatan

Die Ankündigung vom ganz großen Knall

Seit einiger Zeit werde ich via ePost und Internet mit Texten zugeschüttet, wonach ich mir über ein zusammenbrechendes Bankensystem, erwartete Auflösungen ganzer Volkswirtschaften und Staaten sowie über dann übliche Wild-West-Jahre mit herumziehenden schießwütigen Banden keine Sorgen mehr zu machen bräuchte, denn 2012 fällt uns allen sowieso der Himmel auf den Kopf. Und zwar in Form eines gewaltig großen, irgendeiner Sonne entwischten Planeten auf Wanderschaft, auf dem unsere Erde vermutlich so eine Art Maulwurfshügel abgeben würde.

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Trittbrettfahrer der kollektiven Angst

Und weil dies alles ja so unausweichlich ist, sollte ich mir - so eine frohe Botschaft zum Thema in diversen Foren - am besten weitere Informationen in Form von Büchern kaufen. Kaufen! Denn der Verfasser hat (vermutlich, denn für irgendetwas wird er ja das Geld noch 5 vor 12 brauchen) schon ein Konto auf Nibiru beantragt und einen dort bereits wartenden Zweitwohnsitz mit Schwerkraftausgleich angemeldet und mit den Nibiruanern einen Solidarpakt für arme Kollisionsflüchtlinge geschlossen, wonach er sämtliche Euro-Einnahmen aus dem Buch einigermaßen werthaltig in dortiges Konfetti zwecks Alterssicherung umtauschen kann. Ob er sich die Urheberrechte für nachher hat sichern lassen, habe ich nicht extra recherchiert. Wozu auch, denn die Werbung hat nicht einmal ansatzweise Hoffnung geweckt, dass auch mir eine Einreise nach Nibiru und eine Mitfahrgelegenheit kurz vor dem irdischen Finale (ich wäre auch mit dritter Klasse zum Mars einverstanden) winken könnte. Und für neunmalkluge Spottverse auf mein baldiges unausweichliches Ableben bezahle ich prinzipiell nicht. Da bin ich ziemlich stur!

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Eine schlechte Kopie ersetzt jedes geistige Vakuum

Zur Nibiru-Panik fallen mir auf Anhieb aktuelle Kinofilme mit heranrasenden Weltraumbrocken und auch uralte allerletzte Mayakalendereinträge zum Jahr 2012 ein. Oder auch der Häuptling Majestix aus einem kleinen rebellischen Dorf irgendwo in Gallien. Nun sind es also auch antike babylonische Quellen - so so. Ganz tief in uns haben wir die absolute Katastrophe vermutlich schon alle vorausgeahnt. Viel Kreativität war also nicht nötig, denn man hat bei Nibiru auf bewährte Mythen zurückgegriffen. Natürlich auch auf bewährte Manipulationstechniken für leichtgläubige Massen. Und wir zittern, wie sich das ja auch gehört.

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Der Haken? Wo ist der Haken?

Na gut, vielleicht zittern noch nicht alle. Und das ist auch gut so - ganz im Gegensatz zu manch anderem Sachverhalt. Wer aber schon den wohlig-schaurigen Schweißausbruch auf dem Rücken spürt, dem kommt der nächste beste sich anbietende Guru, Diktator oder Alleinunterhalter vielleicht ganz gelegen. Wer will in so komplizierten und bedeutenden Dingen schon eigene Denkanstrengungen riskieren? Es hat sich doch immer irgendwer gefunden, der genau wusste, wo es langzugehen hat. So viele Schäfchen auf dem Weg zum Schlachthof können sich nicht irren!

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Nachtigall, ick hör dir trappsen!

Nun denkt sich aber niemand einfach einen Gruseleffekt aus, nur damit er selbst ordentlich das Schlottern kriegt. Um andere in Panik zu versetzten, ist jedoch schon mancher Horror inszeniert worden - manchmal als Kinofilm/Märchen, öfter noch als Aberglaube/Hexenwahn und besonders oft als Terror/Antiterror.

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So nehme man mir bitte nicht übel, dass ich auch hier wieder ein klitzekleines Interesse desjenigen, der die Nibiru-Sache anschob, unterstelle. Interesse an Angst anderer Leute? Wie sonst könnte man über eine Milliarde Leute davon ablenken, dass ihre gesamte Arbeitsleistung für die nächsten Jahrzehnte schon heute einigen wenigen Leuten geschuldet wird. Dabei ist es wegen der großen Zahl sogar egal, wer von seinem Schuldenberg noch ein wenig auf andere Schultern umverlagern kann. Deshalb - und nur deshalb gibt es Rassismus (incl. Antisemitismus), rechte und linke politische Pole und haufenweise weitere Varianten, arme Leute gegeneinander aufzuhetzen. Leider hat dieses Teilen und Herrschen bislang auch immer wieder bestens funktioniert, wenn man nicht gerade die Opfer nach ihrem Kommentar dazu fragt.

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Fazit

Man sollte die Zeit, die man in eine Nibiru-Fosrschung zu investieren bereit wäre, lieber ganz schnell in ein Literaturstudium zu Zinsen, Geld und Religion stecken. Das könnte auf unseren Seiten starten, aber ich will da wirklich kein Wahrheitsmonopol anmelden. Wer sucht, der findet! Gott sei Bank!

Es gibt auch noch eine völlig auf externen Beschuss verzichtende Katastrophentheorie: Der Erdrotations-Hamster. Das hat Ihnen Ihr Geografielehrer seinerzeit mit Sicherheit vorenthalten. Der Galaktische Erdrotationshamster ist - wahrscheinlich unfreiwillig - ein Werbe-Maskottchen für das Buch WAL von Norbert Marzahn.

Peter Spangenberg

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