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Demografiestunde


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Gibt es auch Chancen des Schrumpfens

letzte Änderung am Britz, den 02. 03. 2013

Vortrag von Dr. Michel vor Kommunalpolitikern

Uckermark.Zukunftsroman wird jetzt von Wissenschaftlern bestätigt

Ich nahm heute - am 10.12.2009 - die Gelegenheit wahr, das Buch Uckermark.Zukunftsroman auf einem Vortrag von Dr. Michel (Demografie-Experte) vor Kommunalpolitikern im Landkreis Barnim um 18:00 Uhr in der Grundschule Finowfurt vorzustellen. Eigentlich ging ich relativ spontan in der Erwartung zur Veranstaltung, dass mir dort das Märchen vom ewigen Wachstum in Verbund mit einem zeitlich befristeten enger zu schnallenden Gürtel präsentiert werden würde. Dem wollte ich in einem günstigen Moment eine etwas andere Version der Zukunft in Form des im eigenen Verlag erschienenen Romans entgegenstellen - wenigstens als Gedankenspiel. Dr. Michel kündigte jedoch nicht weniger als eine Schrumpfung der Bevölkerung Deutschlands um 1/3 pro Generation an - und nicht erst ab morgen. Sie ist bereits in vollem Gange. Und sie führt mathematisch zwingend in einer abwärtsstrebenden Kurve in wenigen Generationen auf Null zu. Einwanderung mit all den damit verbundenen,mit Bildungsfragen nur angeschnittenen Problemen glich in den letzten 4 Jahren nicht einmal die Schrumpfung aus und wird wegen gleichzeitiger heftiger Schrumpfung der Nachbarstaaten in absehbarer Zeit als Ausgleichsfaktor versiegen. Selbst für China und Indien ziehen in 10 Jahren ähnliche Probleme mit der Altersstruktur und der damit zusammenhängenden Finanzierung der Altenversorgung auf. Der Inhalt des Experten-Vortrags passte zu den im Buch geschilderten Zuständen so sehr, dass sich nach drei Sätzen von mir zum Buch Uckermark.Zukunftsroman spontan sogar der Vortragende zum Kauf entschloss. Er sprach von der nötigen Suche nach Chancen im Schrumpfen und lieferte mir so mein Stichwort. Dafür bekommt er hier natürlich gern ein wenig Werbung spendiert.

  1. http://www.ploetztop500.de/profile/28581 - Biografisches über Dr. Michel
  2. http://www.b.shuttle.de/ifad - das Institut für Demografie

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Notizen aus dem Vortrag

Pflegenotstand in Sicht

In Schorfheide gibt es 2030 50% der Bevölkerung mit Alter über 65 Jahre. Bis 2060 wird eine Halbierung der heutigen Bevölkerung Deutschlands erwartet. 1930 wurde in Deutschland - noch ohne Kenntnis eines Krieges - eine der heutigen Alterspyramide ähnliche Situation für das Jahr 2000 vorausgesagt. Selbst die Kriegsopfer beider Weltkriege haben nicht so starke Lücken in die Alterspyramide gerissen wie der heutige Geburtenrückgang. Von jedem ostdeutschen Abiturjahrgang sind nach 3 Jahren bereits die Hälfte der absolventen im Westen der Republik angesiedelt. Damit entfällt die Möglichkeit, die eigenen Eltern in deren Eigenheim später pflegen zu können. Auf den kommenden Pflegenotstand bereitet sich jedoch niemand vor.

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Dr. Michel:

»Selbst wenn Sachsen nun heute beginnen würde, Altenheime zusätzlich zu bauen und Personal zusätzlich auszubilden, würde bei Verdreifachung der über 85-Jährigen in nur drei Jahren das Pflegesystem Sachsens doch zusammenbrechen, weil man so schnell nicht mit Ausbildung und Neubau fertig würde. Doch man fängt nicht einmal an.«

1900er Alterspyramide

Alterspyramide Deutschland (tatsächlich wie eine Pyramide) um 1900 (Freihand-Skizze)

Alterspyramide DDR (eine Tannenfigur) um 1980 (Freihand-Skizze)

Alterspyramide Deutschland (eher eine alte Kiefer) 2008 (Freihand-Skizze)

Alterspyramide Deutschland (Kaulquappenartig) um 2030 (Freihand-Skizze)

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Regionale Todeszonen und der Generationenvertrag

Ganze Regionen verlieren bei wegbrechendem Bevölkerungswachstum oder gar Entvölkerungstrend die kommunale und privatwirtschaftliche Kreditwürdigkeit. Wer das nicht glaubt, gehe bitte bei Verdacht, abseits von Wachstumskernen zu wohnen, zu irgend einer Bank seines Vertrauens und beantrage eine Finanzierung für Produktionsmittel! Rückholversuche für Auswanderer aus Deutschland sind bisher bei enormen Kosten kläglich gescheitert. Die Weltbevölkerung war bis vor 200 Jahren relativ stabil, bis das Lebensalter plötzlich global enorm stieg. Das ergab enorme Bevölkerungsexplosionen. Doch die weitere Steigerung des Maximalalters stößt an genetische und medizinisch bezahlbare Grenzen. Also wirkt nun der Geburtenrückgang nun fast allein auf die Altersstruktur ein. Und das bringt nicht weniger Probleme mit sich als die Zuwanderung von bunten Völkergemischen. Beides ist nicht umsonst zu haben, wenn man es genießen will. Migration ist normal und findet immer statt. Auch zwischen Bundesländern. Derzeit profitieren Großstädte und Ballungsräume wie Stuttgart, München, Berlin und NRW. Massive Landflucht bringt Gebiete wie Prignitz oder Lausitz, Vorpommern oder Bitterfeld in eine Verödungsspirale aus weniger Einwohner >>> weniger Kultur und Soziales >>> noch weniger Einwohner >>> noch weniger Kultur und Soziales. Bitterfeld - einst mit höchster Siedlungsdichte der DDR - hat nun so viel Einwohner wie um 1900 (vorindustriell also). Verteilungskämpfe sind zu erwarten. Ost gegen West wird bereits zu Jung gegen Alt, denn die in den Westen migrierten besten und jüngsten Fachkräfte aus den neuen Bundesländer überweisen heute per Umlage Geld zur Altenversorgung in die ehemaligen Heimatgebiete zurück. NRW überlegt gesetzlich ja mögliche Abspaltung von BRD, um zu BeNeLux zu wechseln und die Umlagen Richtung neue Bundesländer und Saarland zu sparen. In 15 Jahren endet Abwanderung vielleicht. Nicht, weil wir eine stabilisierende Lösung fanden. Es wird einfach kaum noch einer hier sein!

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Harter Tobak

Die meisten Zuhörer waren sichtlich erschüttert von der ihnen an die Wand gemalten Zukunftsversion und verließen hängenden Kopfes den Saal. Ich nehme an, diese Leute werden - solange sie die Zukunft noch nicht annehmen können - auch kein Buch darüber haben wollen. So ähnlich ergeht es laut eigener Aussage auch dem Vortragenden, der übrigens Vorlesungen in Demografie an der HU Berlin hält. Einige Politiker werfen ihm Schlechtreden der Regionen und unverantwortliche Negativstimmungmache vor und kanten dieses Institut wegen unerwünschter Prognosen aus Projekten, sobald sie ansatzweise erfahren, was für Wetter da in den real existierenden Daten heraufzieht, die das Institut ziemlich anschaulich bereithält. Um Lösungen geht es den Politikern da noch gar nicht. Es wird allein schon das flüchtige Betrachten vom Problem nach Kräften verdrängt. Das scheint eine sehr urwüchsige Lösungsstrategie unter Menschen zu sein, wenn auch nicht unbedingt die hilfreichste. Genausogut könnte man eingehende Rechnungen einfach ungeöffnet liegen lassen. Oder ein Pflaster über die ärgerliche Tankanzeige oder Ölkontrolleuchte im Auto kleben. Soll alles schon vorgekommen sein. Manche Leute wollen nicht einmal wissen, was Zinsen anrichten und was Religionen dagegen haben. Inzwischen gibt es aber auch schon aufgewachte Volksvertreter. Bürgermeister Uwe Schoknecht schien mir immerhin aufrichtig am Thema Demografie interessiert zu sein.

Augen zu und durch?

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Abago, eine romantisch abgelegene Hütte im Wald von Adygea, Nordkaukasus, 1993 - ohne feste Wege, Strom- und Wasseranschluss.

Bürgermeister Schoknecht (Gemeinde Schorfheide) schien erleichtert, jetzt eine Begründung dafür zu kennen, warum er in den gemeindezentrumsfernen Ortschaften keine Straßen oder Stromanschlüsse mehr garantieren müsse. Sollen sich die Leute doch einen Jeep kaufen! Kann es sein, dass sich gerade die alten Bewohner der randnahen Hütten einer zusammengelegten Großgemeinde am wenigsten einen Jeep leisten werden? Und auch die Bedienung eines ebenso geländegängigen Panje-Wagens oder Eselkarrens wird ehemaligen Autofahrern im Seniorenalter sicher keine wirkliche Alternative zum Fußmarsch oder zum Anstehen vor einem der bald sehr umworbenen Pflegeheime sein. Wer aber den Jeep noch auf Kredit bekommt, ist deutlich jünger und hat oder findet auch Arbeit in Berlin, nicht wahr? Notfalls als Altenpfleger. Dann wird wegen der üblichen Pflegegehälter der anzuschaffende Jeep eben etwas kleiner oder - was wahrscheinlicher ist - deutlich älter und gebrechlicher sein.

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Ich möchte nicht der nächste Bundeskanzler sein

Im Jahr 2015 ist laut Dr. Michel das Rentensystem rechnerisch zu Ende. Das bewog ihn zum Zitat in dieser Absatz-Überschrift. Der Sozialstaat ist dann erst einmal weg. Der Staat zieht sich ja laut Dr. Michel und Bürgermeister Schoknecht heute schon auffallend zurück. Die Polizei verlässt die Fläche, kennt sogar manche Drogenumschlagplätze, hat aber kein Personal für deren Überwachung. Manche Dörfer dürfen, weil das Wahlgeheimnis wegen zu geringer Einwohnerzahl nicht gesichert ist, nicht mal mehr an Bundestagswahlen teilnehmen! Da kommt niemand mehr für ein paar nicht mobile Senioren mit einer Urne hin! Straßen werden schon wegen knapper Kassenlage entwidmet, gute Bausubstanz abgerissen. Leute müssen dann selbst für Anschluß an Strom und Wasser geradestehen. Oder als Elterninitiative Schulen finanzieren, wie mir das für die eigenen 4 Kinder nicht erspart blieb. Auch das ist Brandenburg heute - und auch das Saarland sowie weitere Regionen kennen diese Sorge. Es wird weltweit massive Landflucht geben in Richtung funktionierender Ballungsgebiete, weil überall jeder Kilometer Rohrleitung, Straße, Kabel auf die daran angeschlossenen Einwohner umgelegt werden muss - und das kann in verstreuten Siedlungen mit kleinen Hütten und Häusern zwischen Wäldern und Wiesen sehr sehr teuer werden. Hier wird es vergleichsweise zu teuer werden, denn was zählt, ist was vom Einkommen nach Abzug solcher unumgehbaren Kosten zum eigenen Leben übrig bleibt. Das selbe gilt für öffentlichen Einrichtungen, Kinos, Tankstellen und Arztpraxen.

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Ab einem gewissen Punkt gibt es keine Umkehr mehr. Dann gibt es keine oder kaum noch junge Frauen, später keine Kinder und keine Eisverkäufer und keine Schule, also auch keine heranwachsenden Mädchen. Und in 3. Generation ist das Dorf weg. Die Chancen des Schrumpfens liegen sozusagen nicht wirklich in jedem Dorf, sondern zunächst in den Ballungsgebieten. Und da auch nur für qualifizierte weibliche Arbeitskräfte. Und die nennt man dann parasite single. Ist das noch fair?

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Dabei ist der von der Gesellschaft herangezüchtete Single doch wirklich zu bedauern. Außgestoßen aus dem Rudel heult er einsam den ganzen Heiligabend durch. Jahre von Einzelhaft in den Betonhochburgen der Städte demoralisieren. Nun schleppt er auch noch so zweifelhafte Zufallsbekanntschaften ab und geht dabei nicht nur gesundheitlich jedes Risiko ein. Von vielleicht hunderten Trennungen traumatisiert verliert er langsam an sozialer Kompetenz für die auch nicht ganz unwichtige Phase nach dem Anbaggern. Misstrauen, Egoismus, Selbstzweifel und Eifersucht ergänzen sich und es kommt erneut zum Bruch. Um das zu verdrängen bleibt eigentlich nur 150%iger Einsatz im Job und reichlich Betäubungsmittel. Wer aus dem Szenario aber ausbrechen will oder gar öffentlich Mütterverherrlichung betreibt, den machen die Massenmedien zum Rechtsradikalen, um ihn so noch mehr - jetzt sogar auch aus dem Beruf - auszustoßen.

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Ich habe die Situation dann als studierter Diplomagraringenieur (Tierzüchter) betrachtet und mit im Experiment gut erforschten Mäusepopulationen verglichen, die ja auch trotz biologisch möglicher beachtlicher Fortpflanzungsrate regelmäßig dann demografisch zusammenbrechen, wenn man ihnen nur hinreichend Stress macht. Also fragte ich nach dem auf unsere Mäusepopulation Mensch global einwirkenden Stressfaktor. Das seien Hunderte, bekam ich zu hören. Ich meinte darauf hin, es gäbe vielleicht doch einen hinter den vielen und malte mit zwei Strichen den Christusfisch in ein Koordinatensystem und beschriftete die Achsen mit erbringbarer und geschuldeter Leistung wie in meinem Buch »... und vergib uns unsere Schuld«. Mehr über diesen globalen Stressfaktor können Sie erfahren, wenn Sie einmal sich hier über den Zinseszins und andere gesellschaftliche Konstruktionsfehler belesen. Das Gesundheits(un)wesen, die Beeinflussung von Schülerchen und das vergessene Stillen sind andere spannende Themen. Lesen allein wird - selbst wenn Sie alle brav bei mir Bücher kaufen - vermutlich doch wieder nicht ganz reichen! Irgendetwas wird Sie ändern müssen und irgendetwas werden Sie ändern müssen. Auf alle Fälle wird sich unsere Welt verändern, ob wir nun wegschauen oder nicht. Falls sich die derzeit dominante Blinde-Kuh-Strategie tatsächlich durchsetzen kann, dann würde mich das doch sehr wundern. Aber soll ruhig jeder selbst für sich wählen.

Vorsicht! Falle!

Ich vermute, dass sich sofort auch wieder Trittbrettfahrer finden werden, die aus den Zahlen nun eine Rechtfertigung für Selbstbereicherung und Abbau des Sozialstaates herauslesen. Natürlich wird der lokale oder regionale Filz ebenso wie eine globale Elite vor allem Immobilien in bester Zentrumslage der Großstädte gehortet haben. Je mehr nun also Porzellan in der Provinz zerschlagen wird, um so höher klettern die Immobilienpreise und Mieten in genannter bester Lage. Was liegt da näher als die Verkündung schwärzester Szenarios und die Forderung nach sofortiger Kündigung des Solidarpaktes? Es wird Forderungen nach Abriss von Leerstand geben und Unterstützung für absolut entvölkerte Naturschutzgebiete von der Größe ganzer Bundesländer. Man wird ganze Ortschaften schließen, Dörfer und Städtchen vom Netz trennen, dünn besiedelte Gebiete abkoppeln von der Zivilisation. Letzten Widerstand durch heimattreue Sparfüchse bricht man mit Anti-Schwarzarbeits-Kampagnen und hochgetriebene Lebensgrundkosten etwa in der Wasserver- und entsorgung. Eventuell stehen auch schon Investoren bereit, die nun billig Lagerflächen für Müll aller Gefahrenklassen in den leergezogenen Gegenden aufkaufen wollen. Wenn die Gegend sowieso stirbt, dann kann man doch auch gleich die künftige Leiche fleddern, nicht wahr?

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Dabei gäbe es auch ganz andere Alternativen, von denen auch eine langfristig über Generationen hinaus planende Elite profitieren würde. Silvio Gesell hat zu vielen älteren einen neuen Grundstein dazu gelegt. Den völligen Schuldenerlass haben die Juden bereits über lange Zeiträume hinweg erfolgreich im 49-jahr-Rhythmus praktiziert und auch zu Anfang die Christen dazu inspiriert. Das Große Sabbatjahr könnten wir vermutlich technisch problemlos kopieren. Damit hätten wir auf Anhieb erst einmal Luft für dringende Umbaumaßnahmen für die Rettung des Sozialstaates. Dann eine abschöpfende Steuer auf überschäumende Einkommen und Vermögen einführen, ohne gleich jeden Fleiß zu entwerten. Das 20-fache Einkommen des Durchschnittsverdieners sollte genug Anreiz für Fleiß sein. Selbst ein Bundeskanzler Deutschlands bekommt ja weniger netto ausgezahlt. Mehr kann man sowieso nicht sinnvoll konsumieren und steckt es am Ende nur in aufgeschwatzte Schrott-Wertpapiere. Etwa in die Riesterrente. Soll schon vorgekommen sein, nicht wahr? Allein von großen Zahlen auf Kontoauszügen wird niemand glücklich, sondern um so mehr zu spartanischem Verzicht auf Komfort, Nächstenliebe und gutes Gewissen verführt. Gemessen an echter Lebensqualität würde sich damit auch ein Milliardär noch mit der hier vorgeschlagenen Obergrenze von Einkommen verbessern, denn es gäbe bei mehr sozialer Gerechtigkeit und Zufriedenheit weniger Entführungen, Attentate, Unsicherheit. Man bräuchte keine Bodyguards und wäre auch privat wieder Mensch statt Zielscheibe. Und eine kleine Steuer auf brachliegendes Acker-, Bauland und leerstehende Immobilien, die sich von Jahr zu Jahr verdoppelt. Das verhindert das Horten von knappem Boden. Da braucht man dann weder eine rabiate Bodenreform noch erniedrigende Sozialhilfe. Und auch keine Behörde zur Armutsverwaltung oder Schwarzarbeiterjagd. Vielleicht brauchen wir dann nicht einmal eine HypoRealEstate-Bank - dieses zügig expandierende Schwarze Loch in Steuermichels Bundeshaushalt. Das Paradies auf Erden ist nur so weit entfernt, wie wir es uns vorstellen! Im von mir vorgeschlagenen Paradies gäbe es bestimmt auch eine ideale Alterspyramide mit sicherer Rente. Wo sonst?

Peter Spangenberg

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